Die Blut-Hirn-Schranke stellt eine sehr effiziente Barriere für Giftstoffe dar und schützt somit das Gehirn vor schädlichen Einflüssen. Gleichzeitig verhindert sie aber auch die gezielte Applikation von Medikamenten (z.B. gegen Hirntumoren) und den effizienten Durchtritt von Kontrastmitteln für die Magnetresonanztomographie (MRT).

 

Im Rattenmodell wurden superparamagnetische Partikel mit einer speziellen Hülle, der sogenannten "solid-lipid-nanoparticle" (SLN), in die Blutbahn injiziert. Es konnte gezeigt werden, dass die so modifizierten SPION die Blut-Hirn-Schranke durchdringen, sich im Gehirn ansammeln und dort über einen ausreichend langen Zeitraum verbleiben, um MRT-Daten des Gehirns aufzeichnen zu können [1]. Bei der Tumortherapie wird diese Barriere umgangen, indem die Eisenoxid-Partikellösung direkt in das Tumorgewebe des Gehirns eingespritzt wird.

 

Literatur arrow down

  1. Peira, E et al. (2003), J Drug Target, 11(1): 19-24.

 

 

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